Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Offenbach am Main - Stadt e.V.

Presseinformationen

Die AWO tritt mit Schwung in das Jubiläumsjahr 2019 ! Sie feiert ihre Gründung vor 100 Jahren.

Unter dem Motto „100 Jahre AWO – Erfahrung für die Zukunft“ – startet die AWO nun die Feierlichkeiten zu ihrem 100. Geburtstag.

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Hier ein kurzer Rückblick auf die AWO in Offenbach:

Bereits 1913 haben Arbeiterfrauen, die später auch an der Gründung der Offenbacher AWO beteiligt waren, „Ferienspaziergänge für Proletarierkinder“ organisiert. In einigen Quellen wird in diesem Zusammenhang auch das Jahr 1908 genannt.

1919 baute u.a. Margarethe Steinhäuser die lokale Organisation der AWO in Offenbach auf. Sie organisierte „Walderholungen, Zeltlager für Kinder und Nähstuben für Frauen, bis die AWO durch die Nazis verboten wurde. Die finanziellen Mittel und die Einrichtungen wurden beschlagnahmt. Unter Missbrauch von AWO-Geldern und -Einrichtungen wurde eine NS-Wohlfahrtsorganisation gegründet. Diese Entwicklung bedeutete das Ende der seit zwanzig Jahren bestehenden Kinderfreizeiten in Offenbach. Viele AWO-Aktive wurden polizeilicher Kontrolle unterworfen.

1946 erfolgte die Wiedergründung der Offenbacher AWO. Margarethe Steinhäuser, die „Mutter von Offenbach“, Marie Herber und Else Herrmann organisierten „Hilfe für Offenbach“. 1949 stellte die Stadt Offenbach der AWO ein ca. 10.000 qm großes Gelände in der Vordermark des Offenbacher Stadtwaldes zur Verfügung. In Selbsthilfe wurden eine erste Baracke und eine provisorische Küche eingerichtet. So konnten im Sommer wieder 200 Kinder ihre Ferien vier Wochen lang hier verbringen.

Ab 1963 begann der Aufbau wichtiger ambulanter Dienste, die Errichtung der Werkstätten im Hainbachtal und der ersten Reha-Werkstatt in angemieteten Räumen an der Frankfurter Straße.

1966 übertrug die Stadt Offenbach der AWO die Betreuung der Altentagesstätte Hessenring, später bekannt als Else-Herrmann-Haus bzw. inzwischen Else-Herrmann-Saal. 1968 startete die AWO „Essen auf Rädern“ mit 32 Mahlzeiten. 1970 wurden zunächst 15 Menschen mit geistiger Behinderung in die „Beschützenden Werkstätten“ im Hainbachtal aufgenommen. Hierzu war eine offene Halle mit zwei Gruppenräumen errichtet worden. Zugleich wurde mit der Planung einer erheblich größeren Behindertenwerkstatt begonnen.

Wegen Mittelknappheit und langwieriger Suche nach Sprengkörpern aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Baubeginn erst im September 1973. Am 17.09.1976 fand die Einweihungsfeier der Werkstätten Hainbachtal statt.

Das Gelände der AWO war nun auf 50.000 qm angewachsen, und es wurden 150 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen. 1977 nahm erstmals eine Gruppe Kinder und Jugendlicher mit Behinderung an der Stadtranderholung teil. Ebenfalls 1977 fand das Uhrtürmchen der alten Mathildenschule seinen heutigen Platz und mauserte sich bald zum Wahrzeichen der AWO Offenbach.

Der Seniorensingkreis sowie der Seniorenservice wurden ebenfalls in den 1970ern gegründet. 1986 wurde die „Häusliche Krankenpflege“ eingerichtet. 1987 wurde das AWO-Salon-Orchester gegründet, das bis heute mit stolzen 227 Stücken bei unterschiedlichsten Veranstaltungen das Publikum begeistert. 1996 zog die Reha-Werkstatt in der Lindenstraße ein.

2000 wurden die Werkstätten Hainbachtal gGmbH gegründet - 2004 die Reha-Werkstatt Dietzenbach. 2009 eröffnete das Stadtcafé (heute FRIEDA – einfach lecker) und 2012 wurde die Werkstatt in Rödermark eingeweiht, 2016 die Tagesförderung Rödermark. An allen Standorten beschäftigen wir heute insgesamt über 700 Menschen mit Handicap. Die Migrationsberatung, der Betreuungsverein, das betreute Wohnen, die Seniorenfahrten mit Werner Frei und seit 2015 die Kita „Fuchsbau“ sind ebenfalls fester Bestandteil der Arbeit der AWO.

In diesem Jahre, pünktlich zum 100. Geburtstag, öffnet die Tagesförderstätte in Mörfelden-Walldorf ihre Tore und im August 2019 soll die inklusive Wildbachschule in Betrieb gehen. Last but not least erscheint unser „AWO-immer Aktuell“-Journal 2019 im Jubiläumsdesign getreu dem Motto: „100 Jahre und kein bisschen leiser“.

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